Vortrag: „Acknowledgment and Moral Motivation“, Swedish Congress of Philosophy, Stockholm

Vom 14.-16.6.2013 findet in Stockholm der diesjährige Swedish Congress of Philosophy statt, der von den Stockholmer Universitäten mit philosophischem Institut veranstaltet wird.

Ich bin eingeladen, auf dem Kongress einen Vortrag mit dem Titel „Acknowledgment und Moral Motivation“ zu halten. In dem Vortrag werde ich dafür argumentieren, dass ein jeder Mensch notwendig danach strebt, von den anderen als Mensch anerkannt zu werden. Dieses Streben nach Anerkennung wiederum bildet die basale Motivation für ethisches Handeln – und somit die Grundlage der Ethik. Dadurch verschiebt sich zugleich der Fokus der Frage: Warum soll man ethisch handeln? Es geht nicht um ein Sollen, sondern um ein Müssen.

Der Abstract zum Vortrag kann hier eingesehen werden:

Wachtendorf_Abstract_Acknowledgment and Moral Motivation

 

Wer da hat, dem wird gegeben: Wie Wissenschaft gemacht wird

Bei dem Evangelisten Matthäus findet sich dieser berühmte Satz:

Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.(25, 29)

Dieser Satz beschreibt, was in der Soziologie nach seinem Urheber als Matthäus-Effekt bezeichnet wird. Demzufolge gilt – vereinfacht gesagt–, dass derjenige, der bereits Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, was wiederum eine noch größere Aufmerksamkeit nach sich zieht. Kurz: der Matthäus-Effekt beschreibt ein rein formales Phänomen, denn entscheidend ist danach nicht, wie die Aufmerksamkeit erzeugt wird. Der Erfolg, der jemandem auf diese Weise zuteil wird, muss nämlich keinesfalls auf Kompetenz beruhen. weiterlesen Wer da hat, dem wird gegeben: Wie Wissenschaft gemacht wird